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Selbstmord – wenn die Seele keinen Ausweg mehr weiß…

….sehr wahr was Eckart von Hirschhausen auf Facebook schreibt: “Robin Williams war mein großes Vorbild. Ich bin sehr traurig, dass er offenbar nicht mehr Leben wollte. Immer wieder wichtig daran zu erinnern, dass Menschen sich Hilfe suchen, wenn sie nicht mehr weiter wissen, denn fast alle Suizide geschehen unter dem fiesen Einfluss einer behandelbaren seelischen Erkrankung. Die Filme und auch die Bühnenkomik, die er gemacht hat, sind unsterblich. Wer wünschte sich nicht einen Lehrer wie in “Club der toten Dichter”. Und ist jemals ein Mann in Frauenkleider witziger und würdevoller gelaufen als in Mrs Doubtfire? Der Mann hatte soviel Liebe zu geben, gerade in seiner eigenen Zerbrechlichkeit.”

Wenn man sich ein Bein gebrochen hat sehen das alle und man geht zum Arzt und lässt sich operieren – und hat offenkundig einen Gips – und eine gewisse Zeit mit Physiotherapie, in der das Bein heilt…und man sich schont… Wenn die Seele jedoch so sehr blutet, dass man Gefahr läuft, darin schmerzlich zu ertrinken, oder sich das vielleicht sogar wünscht… – sieht das wenn man ein guter Schauspieler ist: niemand… . Oder wird auch gerne mal in Alkohol ertränkt.

Ich wünsche mir, dass es gesellschaftlich “normal” wird, zu einem Psychologen, Psychiater oder einem HPPsych oder einem Psycholgischen Coach/Berater zu gehen, um sich rechtzeitig helfen zu lassen, wenn man sich seelisch zutiefst unglücklich und überfordert fühlt… bzw. sich weiterleiten zu lassen an jemanden, der noch besser helfen kann.

Und – dies ist allerdings nur meine ganz persönliche Meinung – im Zweifel auch eine Zeit lang mal als OP und Gips z.B. Antidepressiva (die übrigens nicht wie ich immer wieder höre “abhängig” machen) zu nehmen. Denn ohne OP und Gips wächst auch ein gebrochenes Bein eben nicht wieder gerade zusammen und verursacht langfristig immer wieder Probleme.

Seiner Seele darf man nach meiner Erfahrung begleitend dazu als Physiotherapie eben Psychotherapie zu schenken- bis man wieder auf der Spur ist und alleine laufen kann – denn es gibt schwarze Phasen, Momente und Schicksalsschläge im Leben, da geht es alleine eben oft nicht mehr weiter. Da können auch Freunde und Partner nicht mehr helfen.

Da hat eben nicht jeder bereits im Leben präventiv für sich die passenden achtsamen Selbstmanagement-Strategien gelernt – um sich selber wieder aus seinem Tief heraus zu katapultieren.

Schade um Robin Williams… für mich eine Seele von Mensch – in jedem Film.

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Marion Dahlhoff

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