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Film Tip | Stress-Management und Burnout-Prävention

Ein paar Gedanken zum Thema “Dauerstress und Burnout-Prävention” …inspiriert durch diesen FILMTIP – ab 11.10.14 im Kino – anbei der wie ich finde lohnende Trailer zum Anschauen.

“Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht. Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken. Nach WE FEED THE WORLD und LETS MAKE MONEY ist ALPHABET der abschließende Teil einer Trilogie, der die Themen der beiden vorherigen Filme nochmals aufgreift und wie in einem Brennglas bündelt. ALPHABET ist Erwin Wagenhofers bisher radikalster Film.”
Quelle: www.http://alphabet-film.com/

Den Film möchte ich sehr gerne sehen. Und ich finde die obige Aussage sehr treffend: “Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.”

Denn das ist nach meiner Erfahrung genau der Punkt warum immer mehr Menschen sich ausbrennen und dauergestresst sind. Es geht in vielen Jobs heute nur noch um Leistung, Leistung, Leistung. In Firmen werden Manager dazu ausgebildet, Visionen für die Firma zu entwerfen, Vision Statements, Mission Statement, Ziele zu setzen, die umgesetzt werden wollen. Da gibt es 5 Jahres-Pläne, Latest Estimate Pläne für das laufende und kommende Jahr. Regelmäßige Monitorings, ob der Plan on track ist. Da darf Sales logischerwese nicht mehr verkaufen, als die Produktion Kapazitäten hat. Denn sonst: brennt die Produktion aus, sprich es gibt leider keine Ware mehr – oder: die Maschinen gehen vor Überlastung kaputt.

Oder sie produzieren so viel und es gibt leider keine Abnehmer. Das wäre wohl eher das Modell “wenig erfolgreiches Management”. Plakativ gesprochen. Dann werden meist urplötzlich in Aktionismus Battle Fields und Task Forces ins Leben gerufen, die die Lage der Organisation checken sollen. Herausfinden, woran die Misere liegt. Was geändert werden darf an der Strategie und den Prozessen, damit die Firma wieder erfolgreich läuft.

Und wenn auch das nichts bringt wird eine Unternehmensberatung einbestellt, die sich das ganze objektiv von aussen ansehen darf. Leider meist viel zu spät. Denn: seine eigenen blinden Flecke – warum es nicht läuft – sieht man selber eben am wenigsten. Das gilt nicht nur für die menschliche Psyche, sondern so oft auch für Unternehmen. Und in diesem ganzen Szenario werden die Führungskräfte von morgen im Grunde exakt dazu angehalten: erfolgreich und nachhaltig (!) das Business des Arbeitgebers zu managen. Da sollen sie das tun und tun es – im besten Falle – auch.

Doch was viele Führungskräfte und auch viele andere Menschen leider nicht gelernt haben in Schule und Studium ist: exakt DAS auch regelmäßig ganzheitlich für ihr Leben zu tun. Regelmäßig eine Inventur ihres Lebens zu machen. Zu schauen, stimmt die Work-Life Balance noch so, dass sie sie mich glücklich macht. Ist das, was sie verkaufen – nämlich ihre Arbeitskraft – auch an die Kapazitäten abgestimmt, die sie als einzelner Mensch produzieren können: mit ihrem Körper, ihrem Geist und ihrer Seele. Und an ihre Talente, besonderen Stärken die sie mitbringen. Und an ein Umfeld, in dem man sich wohl fühlt, das sie im Wesen als Mensch nährt.

Da wird ein erfolgreicher introvertierter Controller, der Zahlen und Details liebt, eben in den seltensten Fällen vor Freude quietschen, wenn man ihn in den extrovertierten Vertrieb versetzt. Und individuelle besondere Stärken hat jeder. Man darf nur das richtige Umfeld dafür finden. Und die inneren emotionalen oder faktischen externen Blockaden lösen, die jemanden daran hindern, seine besonderen Potentiale voll zu entfalten. Idealerweise alleine, durch seine eigene “one man Task-Force mit erfolgreichen Strategien für eine Inventur und Neuausrichtung für sein eigenes erfüllendes Leben”.

Oder auch durch jemand externen, z.B. einem guten, objektiven Freund oder Freundin mit super Strategien, der oder die damit glücklich und erfolgreich lebt – oder eben auch mit einem Coach. Alle sozusagen als der eigene “Unternehmensberater des eigenen Lebens”, der Dich wie gerade hier bei uns auf La Gomera bei einem Tapetenwechsel für Dein Leben oder aktuelle, fokussierte Themen, die Dich stressen oder belasten, unterstützt. Der dabei auch mal kritisch sein darf. Der einem auf die Sprünge hilft, seine eigenen “blinden Flecken” zu erkennen – wo es immer wieder hakt und man deswegen auf der Stelle tritt.

Denn sonst trifft leider in Krisen oft einer meiner Lieblingssprüche zu von Einstein: “Die höchste Form des Wahnsinns besteht darin, alles beim Alten zu lassen, und zu hoffen, dass sich etwas ändert….”

Doch eben das haben viele Menschen leider nach meiner Erfahrung oft nicht gelernt: ihr Leben selber regelmäßig zu Krisenzeiten – und idealerweise präventiv – einer “Inventur” zu unterziehen und danach wieder gesund und erfüllt zu managen. So wie man eine gut laufende Firma oder Organisation eben auch managen würde: eine eigene Vision für sein Leben zu entwerfen, ein eigenes Vision Statement wo man hin will, ein eigenes Mission-Statement – und ein entsprechender individueller Actionplan dahinter. Denn wie auch Organisationen, wo eine Bank eben nicht so funktioniert wie ein Werbeagentur, sind eben auch Menschen grundverschieden und bedürfen individueller eigener Strategien für sich.

Orientiert an den eigenen Werten, nach denen man leben mag. Damit man sich mit 80 umdrehen kann und sagen kann: ja, ich habe wirklich gelebt und war mir treu. Nicht immer ohne ups und downs und natürlich auch selbst gewählten Kompromissen, und sicher auch oftmals auf dem falschen Weg – aber man ist sich immer treu geblieben und hatte eine Menge Spaß dabei und steht dazu wie alles gelaufen ist: weil man sich immer selber bewusst dafür entschieden hat. Nichts verpasst hat. Sich nicht hat “leben lassen”, sondern “selber gelebt” hat. Auch erfolgreiche Organisationen treffen Fehlentscheidungen, die Innovationsrate bei Produkten ist hoch, die Floprate noch höher. Doch alles bleibt so in gesunder Bewegung, verändert sich. Fehler sind im Grunde doch Erfahrungen, die einem den Weg weisen zu einem anderen, besseren Weg oder Strategie. Sonst gäbe es Stillstand. Und der funktioniert vielleicht hier auf einer Insel wie La Gomera… und… ehrlich gesagt: auch selbst hier nicht.

Sich auf diesem Weg um seine Produktionsstätte zu kümmern bringt uns nach vorne: nämlich sich selbst mit Körper, Geist und Seele. Durch gesunde Ernährung, Sport, Auszeiten, Erholungsphasen, Dinge und Menschen die uns umgeben, die uns Energie schenken und begeistern. Und eben einer regelmäßigen Inventur unseres Lebens – bestenfalls präventiv – und spätestens gezwungenermaßen in Zeiten, wo eben einfach mal wieder alles zu viel wird. Zu stressig. Wir einfach alleine kaum noch einen Fuss mehr auf den Boden bekommen. Man selber kaum noch mehr einen Weg heraus finden kann aus dem alltäglich uns überrollenden Chaos und wachsenden Erwartungen und Anforderungen.

Dabei haben viele Burnout Kandidaten die Lösung oft direkt vor der Nase, denn sie arbeiten oft “in ihr”: es sind nach meiner Erfahrung eben oft die Strategie und die Prozesse ihres eigenen Arbeitgebers, die ihnen oft schon helfen sich besser zu verstehen…. . Indem man einfach nur dessen unternehmerische oder organisatorische Erfolgs-Strategien und Prozesse für sich und sein Leben anwendet.

Ob das eine Firma ist, eine Schule, ein Krankenhaus, ein Hotel, eine Gärtnerei, oder oder oder…für das man arbeitet- ist nach meiner Erfahrung da: egal. Denn all diese Organisationen dürfen sich alle in irgendeiner Form selber “managen”. Wichtig ist nur, dass es sich beim Arbeitgeber um ein “gesundes (!) erfolgreiches Unternehmen handelt”… und dann darf man diese Strategien des Selbstmanagements ganz einfach gern in Teilen für sich übernehmen – und beharrlich und geduldig für sich “üben”. Spontanheilung ohne üben wäre hier nach meiner Erfahrung gleich einem Wunder.. .

Denn wenn es nicht ein erfolgreiches Unternehmen wäre, das man sich als “Modell” gewählt hat – dann wäre es meiner Ansicht nach so, als würde man sich entscheiden, Fussball lernen zu wollen und schaut sich dabei aber statt regelmäßigen Bundesligspielen ausschiesslich Kreisklassenspiele auf dem Bolzplatz nebenan an, um sich die richtige Technik abzuschauen. Also wenig effizient.

Und wenn dies der Arbeitgeber eben nicht erfolgreich tut – davon gibt es leider auch viele, die an den heutigen Zeiten von höher, schneller, weiter kranken und Gefahr laufen, als Organisation auszubrennen… – dann darf man sich eben die Strategien von Unternehmen oder Arbeitgebern anschauen, die einem wirklich auch vom Bauchgefühl zusagen und gefallen. Wie managen die sich so erfolgreich und haben dabei optimalerweise noch so ein Klima, das einem persönlich zusagt? Kann ich diese Strategien und Prozesse auch auf mich und mein Leben anwenden?

Denn diese simple Transferleistung für sein Leben vorzunehmen ist nach meiner Erfahrung im Grunde: leicht. Das “Üben” und Umlernen und vor allem “Dranbleiben” dann die Herausforderung. Denn hier geht es wie Wagenhofer schreibt eben nicht um das Reproduzieren und das Abspulen von angehäuftem Wissen, dem “was” diese Organisationen tut. Sondern um das “wie”. Die erfolgreiche Struktur und die Prozesse dahinter. Die man streckenweise sehr gut in sein eigenes Selbstmanagement seines Lebens transferieren kann. Sicher nicht alles – doch vieles.

Viele Burnout gefährdete Menschen leben verrückterweise exakt dieses Selbstmanagement in ihrem täglichen Job….allerdings machen sie das oft ausschließlich “für das erfolgreiche Managen und Erreichen der Visionen und Ziele ihres Arbeitgebers oder ihrer Kunden” – und nicht auch für das Management ihres eigenen Lebens. Indem sie das Selbstmanagement ihres eigenen Lebens so lange zurückstellen für ein erfolgreiches Management ihres Arbeitgebers: brennen sie sich letztendlich aus. Im Grunde darf so jemand nach meiner Erfahrung einfach nur step by step beginnen exakt dieses gesunde Selbstmanagement auch für sich und sein Leben zu leben.

Und dies beginnt für mich nach einer ausführlichen IST-Analyse, wo es derzeit “hakt” – immer mit ein und der selben Frage. Die die wohl fast jeden Bewerber kennt und nervt in Vorstellungsgesprächen: “Wo sehen Sie sich in 5 Jahren”… . Und dies für sich mit Hand aufs Herz nicht nur beruflich, sondern ganzheitlich auch privat zu beantworten. Was sind die Visionen für mein Leben und die entsprechenden Zielvereinbarungen, die ich mit mir selber eingehe. Wie will ich leben? Wo? Was will ich arbeiten? Mit was für einer Art von Menschen umgeben sein? Ein klares Ziel dafür vor Augen das wirklich erfüllt und begeistern – und das dann mit einem klaren Actionplan versehen der gesund ist und erfüllt – und uns so enstresst statt weiter ausbrennt!

Denn wenn man diese Zielvision für sich nicht klar hat, und kein gutes Selbstmanagement seines Lebens betreibt. Wie soll so man da ein wirklich nachhaltig (!) ein erfolgreicher Manager oder Unternehmer sein…? Denn dann brennt man irgendwann: aus. Wie sagt Paolo Coelho so schön: “Wenn Du ja zu anderen sagst, stelle sicher, dass Du nicht nein zu Dir selber sagst.”

Man darf auch einfach mal gesund NEIN sagen bei all den Anforderungen, die täglich auf uns einprasseln beruflich und privat – und die Konsequenzen daraus auszuhalten lernen. Die nach meiner Erfahrung oftmals sehr viel weniger schlimm sind, als man selber befürchtet. Denn meist passiert: nichts… . Denn zuletzt gilt immer “I go first”. Wenn ich selber nicht brennen, werde ich niemand anderen anstecken. Wenn ich im abstürzenden Flieger meinem Nebenmann die Sauerstoffmaske aufsetze, dann überlebt der, aber ich evt. nicht – und kann so auch nicht noch weiteren Menschen helfen.

Ich vergleiche gesundes NEIN sagen üben immer gern mit einer Preiserhöhung beim Kunden, wenn man einen Job im Vertrieb hat: wenn ich selber dort schon mit einer Haltung in die Verhandlung gehe, dass der Kunde auf 100 Meter wittert, dass ich nicht überzeugt dahinterstehe, und diese Preiserhöhung eigentlich gar nicht nötig ist – dann wird das auch nichts. Nach meiner Erfahrung spürt ein cleveres empathisches Gegenüber immer die Klarheit in unseren Aussagen – und klaren NEINs.

Wenn ich hingegen von meinem Vorgesetzten oder als Selbständiger für meine eigenen Preise her weiss, ich muss diese Preiserhöhung durchbringen, weil es geht existenziell gar nicht anders – denn das Unternehmen oder Produkt wäre sonst nicht mehr wirtschaftlich – dann gehe ich auch schon mit einem ganz anderen State, einer anderen klaren Haltung in das Gespräch. Und exakt das spürt der Kunde nach meiner Erfahrung, wenn man dann sagt: nein. Diese Preiserhöhung muss sein, sonst haben wir eben beide nämlich keine wirtschaftliche win-win Situation mehr. Sondern eine win-lose, und so können wir nicht mehr wirtschaftlich zusammen arbeiten.

Und exakt das sollte man nach meiner Erfahrung tun, wenn man sich dauergestresst und Burnout gefährdet fühlt: sich als Prävention die derzeitige win-lose Situation durch eine ausführliche IST-Analyse klar machen und die entsprechenden Maßnahmen für sein Leben ergreifen = sich seine persönliche Lebens-Vision orientiert an seinen eigenen persönlichen Bedürfnissen und Werten im Leben klar machen, klare Ziele daraus für sich ableiten für alle Lebensbereiche, klare Actions dazu….also ein gutes gesundes Zeit- und Selbstmanagement für mehr innere Balance im Leben – und für sich in Situationen in denen es nötig ist eine klare, und gleichzeitig für beide Seiten lösungsorientierte “NEIN”-Haltung ergreifen – um für beide Seiten wieder eine klare win-win Situation als Kompromiss zu schaffen. Alleine oder mit externer Unterstützung. Diese kann durch einen Coach insbesondere bei starkem emotionalem Stress, Konflikten und begleitend auftretenden Ängsten vor Veränderung helfen. Dies ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung…. .

Ich persönlich halte im Rahmen eines Stressmanagement bzw. Burnout Präventions-Coachings sehr viel von wingave-Coachings und arbeite auch fokussiert damit. Die wingwave-Technik – abgeleitet aus der Traumatherapie – löst Stress und emotionale Blcokaden sehr gezielt und effizient auf. Mehr auch unter http://www.tapetenwechsel.me/wingwave-coaching/.

Ich jedenfalls freue mich schon sehr auf den Film. Ich war schon großer Fan von “We Feed the world”. Viel Spaß mit dem Trailer!

Und wenn Du Dir persönlich Unterstützung wünschst zu den Themen nachhaltiges Entstressen und Burnout Prävention, komm gerne via www.tapetenwechsel.me/kontakt oder info@tapetenwechsel.me auf mich zu.

Schon 1 – 5 präventive Coaching Sitzungen reichen oft aus, um eine gesunde Distanz zur ursprünglichen Stressituation herzustellen, und legen so den Grundstein, um sich nachhaltig neu auszurichten – um sich zukünftig gesund “selbst” zu managen.

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